Die Energie und Kraft der Birke

Die Birke ist für mich ein geheimnisvoller und unglaublich vielseitiger Baum. Durch ihre hübsche, einzigartige Rinde, ihre hellen Blätter und ihre zarten Zweige ist sie ein wichtiges Symbol für den Frühling. An vielen Orten werden Birken als Maibäume aufgestellt, man schmückt das Haus mit Birkenzweigen oder genießt den gesunden und köstlichen Birkensaft als Frühjahreskur.

Daher dürfen Birkenblätter in meinem Naturschmuck selbstverständlich nicht fehlen. Wenn ich mit den kleinen, faszinierenden Blättern in meiner Werkstatt arbeite, denke ich gern an die vielen erstaunlichen Dinge, die ich über die Jahre über die Birke gelesen und herausgefunden habe. Die schönsten davon möchte ich heute mit dir teilen.

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Der Birkenbaum als Göttin des Lichts und des Schutzes

Du weißt sicherlich schon aus meinen anderen Beiträgen, dass mich das alte Wissen der Germanen und Kelten um unsere Bäume sehr beeindruckt. Für unsere Vorfahren waren die Bäume lebendige, heilige Lebewesen, so ähnlich, wie es auch von den Indianern Nordamerikas berichtet wird. Aber auch aus Skandinavien oder dem großen Russland kennt man viele solcher Geschichten. Zum Teil ist dieses Wissen heute verloren, was ich sehr schade finde. Doch einiges hat in unseren Traditionen und Bräuchen überlebt. Ich finde es richtig spannend zu schauen, was hinter den Sitten und Bräuchen steckt, und ob es nicht auch wundervolle Gedanken und Rituale für unseren Alltag sein können.

Über die Birke habe ich gelesen, dass sie in früheren Zeiten mit der Göttin Freya in Verbindung gebracht wurde. Diese Göttin war unseren Vorfahren von großer Bedeutung: Sie symbolisierte die Liebe, den Frühling, das Licht und das Leben schlechthin. Kannst du dir also vorstellen, dass jeder, der in früheren Zeiten eine Birke sah, die Anwesenheit dieser guten Gottheit spürte? Ich finde das einen sehr kraftvollen und wunderbaren Gedanken.

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Birken-Bräuche im Frühling

Sicherlich kennst du die alte Tradition, im Mai eine Birke aus dem Wald zu holen und als Maibaum mit bunten Bändern geschmückt auf dem Marktplatz aufzustellen. Dieser Brauch beginnt schon am Vorabend des 1. Mais, wenn mit Tanz und Fröhlichkeit an vielen Orten gefeiert wird. Früher gab es noch viele weitere Birken-Traditionen, die bis heute an manchen Orten gepflegt werden: Wenn ein junger Mann verliebt war, ließ er es seine Herzdame wissen, indem er ihr Birkenzweige an ihr Fenster hängte oder gleich ein ganzes Birkenbäumchen vor ihrer Haustür aufstellte. In manchen Gegenden ließen die Bauern im Frühling ihr Vieh über Birkenzweige gehen, damit sie gesund blieben und sich schnell Nachwuchs einstelle.

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Auch wurden die Äcker mit Birkenzweigen umstellt, um die junge Saat zu schützen. Und was für die Tiere und die Pflanzen galt, das wurde auch für die Menschen von Vorteil gesehen: Die Wiegen der Babys wurden lange Zeit aus Birkenholz gefertigt. Damit sollte das Kind geschützt sein, und in heidnischen Zeiten wurde das Kleine auf diese Weise direkt der Göttin Freya in der Nacht „übergeben“.

Und ist es nicht merkwürdig, dass die Rinde der Birke tatsächlich desinfizierende und reinigende Stoffe enthält? Sie wird in Russland und Sibirien zur Herstellung von Brotkästen verwendet. Auch von den Ureinwohnern Nordamerikas ist das bekannt: Sie fertigten Vorratsbehälter und Essbesteck aus Birkenrinde sowie ihre berühmten Kanus. In der Schwitzhütte, einem indianischen Brauch ähnlich der finnischen Sauna, wurde unter anderem Birkenrinde auf die glühend heißen Steine gelegt, um die Luft zu reinigen. Das ist doch ein bemerkenswerter Zusammenhang, nicht wahr? Der Schutz, den die Germanen und Kelten der Göttin zuschrieben, war und ist tatsächlich durch die besonderen Eigenschaften der Birkenrinde gegeben! Ich finde solche Zusammenhänge überaus spannend und habe sie gern im Hinterkopf, wenn ich an meinem Blattschmuck arbeite.

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Der Hexenbesen war einst eine glückbringende Rute

Bestimmt ist dir bekannt, dass die Hexen und Unholde auf Besen reiten, wenn sie in der Nacht ihr Unwesen treiben. Diese Besen sollen nach altem Volksglauben aus Birkenzweigen gefertigt sein. Was ich daran faszinierend finde, das ist, dass diese Birken-Besen ebenfalls als ganz besondere, sogar heilige Kehrbesen bekannt sind: In manchen Gegenden ist es Tradition, an Neujahr mit den bemerkenswert gut kehrenden Birkenbesen vor dem Haus symbolisch den Schmutz des alten Jahres wegzufegen, um das neue Jahr zu begrüßen. In den sogenannten Besenkapellen ist es Sitte, bei Krankheiten der Haut durch die Opfergabe eines Birkenbesens um Linderung zu bitten.

Und schließlich ist in vielen europäischen Regionen das Schlagen mit Birkenruten bekannt: Bei den Russen und Finnen schlägt man mit frischen Birkenzweigen in der Sauna sanft auf die Haut, um die Durchblutung anzuregen. Aber auch im traditionellen Sinne wird mit Birkenzweigen geschlagen, bei Maifesten als kleiner Spaß der jungen Männer, um die Mädchen zu jagen. Dieser heutige Spaß geht auf die ernsthaftere Annahme zurück, dass das Berühren mit Birkenzweigen die Fruchtbarkeit erhöhen soll. Es war also keine gewaltsame Handlung, sondern sollte neues Leben und Glück bringen!

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Dass aus den „guten“ Birkenbesen und Reisigbündeln später die Besen der „bösen“ Unholde und Hexen wurden, gehört wohl in die Ecke der Dämonisierung alter Bräuche durch die Kirche. Doch davon muss man sich ja nicht beeindrucken lassen: Der Birkenbesen und das Birkenreisigbündel waren früher und sind noch heute in vielen Gegenden ein gutes Symbol für die Gesundheit und das Leben. Und mit diesem Gedanken leuchtet die Birke einmal mehr als Baum des Lebens und der Freude, findest du nicht auch?

Gesundheit und Verjüngung mit Birkensaft und Blättern

Hast du gewusst, dass die Blätter des Birkenbaums zu den wenigen gehören, die essbar sind? Sie enthalten natürlichen Zucker und sind deshalb besonders schmackhaft. Du kannst sie zum Beispiel als gesunde Zutat in einem Frühlingssalat verwenden.

Ein Tee aus Birkenblättern wirkt darüber hinaus blutreinigend und entwässernd. Besonders die jungen Blätter im Frühling werden daher oft für eine Frühlingskur verwendet.

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Den Birkensaft aus Finnland und Russland kennst du vielleicht: Er wird von den Bäumen gezapft und besonders im Frühling als gesunde Kur getrunken, da er entschlackend wirken soll. Er soll das Erscheinungsbild der Haut verbessern, gegen Hautunreinheiten wirken und dadurch zu einem „jüngeren“ Teint verhelfen.
In der Volksmedizin ist Birkenwasser auch als Mittel gegen Haarausfall und Rheuma bekannt. Es wird aus den frischen Birkenblättern gewonnen, die für drei Wochen in Alkohol eingelegt werden. Der Absud soll das Wachstum der Haare anregen, wenn man ihn gut in die Kopfhaut einreibt.

Auch diese Aspekte des Birkenbaums mag ich sehr: Dichtes, kräftiges Haar und eine rosige Haut sind doch etwas Schönes, nicht wahr? Und gesund sein wollen wir schließlich auch alle. Daher steht der Birkenbaum mit seinen wunderschönen Blättern für mich ebenfalls für diesen Teil des Lebens: das Gesund-Sein, das Sich-jung-und-gut-Fühlen und die Schönheit.

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Birkenschmuck: Die Kraft und Magie des Frühlings

Mit all diesen Gedanken arbeite ich an meinem Naturschmuck und insbesondere an meinem Birkenschmuck. Die Ohrringe und Anhänger stehen für mich für die Kraft und Energie dieses Baumes und für den Zauber des Frühlings überhaupt. Und um dem gerecht zu werden, arbeite ich direkt mit den Birkenblättern, die ich in der Natur sammle und von denen ich meine Schmuckstücke abnehme. Jedes Birkenblatt ist daher ein Einzelstück, genau wie in der Natur.

Es sind einzigartige Schmuckstücke, absolute Schmuckunikate, die dich als Trägerin daran erinnern sollen, dass auch du etwas ganz Besonderes und einfach schön bist, genau wie jedes einzelne Birkenblatt.