
Frauenmantel: 7 Dinge die du über dieses besondere Heilkraut wissen solltest
Lange Jahre war mir der Frauenmantel kein Begriff. Dann meldete sich eine Kundin bei mir, die sich für ihre Hochzeit Frauenmantelblätter-Schmuck wünschte. Sie schickte mir die Blätter – und da hielt ich zum ersten Mal ein echtes Frauenmantelblatt in der Hand.
Ich fertigte die Schmuckstücke an, die Kundin war begeistert – und ich war auf den Geschmack gekommen. Denn was ich über dieses Blatt herausfand, faszinierte mich von Anfang an.
Wenn dich Frauenkräuter, Naturheilkunde und handgefertigter Schmuck aus echten Pflanzen begeistern – dann bist du in meiner Community genau richtig:
Frauenmantel Bedeutung – das Kraut der Frauen
Der Name sagt es schon: Der Frauenmantel (lat. Alchemilla vulgaris) ist seit Jahrhunderten das Heilkraut der Frauen schlechthin. Sein lateinischer Name kommt vom arabischen Wort Alchemie – was auf die mystischen Kräfte hindeutet, die ihm zugeschrieben wurden.
Er steht für:
- Weibliche Heilkraft – begleitet Frauen in allen Lebensphasen
- Ausgleich und Harmonie – wirkt ausgleichend auf Hormonhaushalt und Zyklus
- Mystik und Magie – die Tautropfen auf seinen Blättern galten als Schönheitselixier
- Schutz und Geborgenheit – wie ein schützender Mantel
7 Dinge die du über den Frauenmantel wissen solltest
1. Sein Aussehen – der Mantel einer Göttin
Das Frauenmantelblatt zählt zu den Rosengewächsen und ist an seiner Form sehr leicht erkennbar. Es erinnert an einen weit aufgefächerten Frauenmantel aus früheren Zeiten – daher sein Name. Der Blattrand ist fein gezackt und die Tautropfen sammeln sich dort besonders gerne. Die Blätter sind zart behaart und greifen sich weich und samtig an – ich bin jedes Mal aufs Neue verliebt in ihre schöne Form.
2. Vorkommen – uralt und weltweit
Schon im Tertiär vor über 65 Millionen Jahren war der Frauenmantel auf der Nordhalbkugel heimisch. Er liebt feuchte Standorte – Bachränder, feuchte Wiesen, Waldlichtungen. Er ist auf der ganzen Nordhalbkugel verbreitet und findet sich als Begleitpflanze der Lärche besonders häufig dort, wo auch diese wächst. Nicht weit von meinem Zuhause wächst er an einer feuchten Waldrandstelle in großen Mengen – ein echter Schatz in der Natur.
3. Inhaltsstoffe – mild und wirkungsvoll
Für Heilzwecke wird die gesamte Pflanze außer der Wurzel verwendet. Der Frauenmantel enthält 5–8 % Gerbstoffe – und zeichnet sich trotzdem durch eine milde Wirkung und sehr gute Verträglichkeit aus. Auch Menschen mit empfindlichem Magen vertragen ihn gut. Zusätzlich enthält er Flavonoide, Phytosterine, ätherische Öle und Mineralstoffe.
4. Wirkung – das Wundermittel für Frauen
Das Kraut hat nicht umsonst den Namen FRAUENmantel. Seine Wirkstoffe helfen vor allem bei weiblichen Beschwerden:
- Menstruationsbeschwerden – erleichtert sie durch krampflösende Wirkung
- Zyklusausgleich – wirkt ausgleichend, ob zu viel oder zu wenig – er bringt es ins Lot
- Hormonstörungen – enthält einen Pflanzenstoff der dem weiblichen Hormon Progesteron ähnelt
- Wechseljahre – unterstützend bei hormonellen Veränderungen
- Magen-Darm – hilft bei Durchfall und Magenbeschwerden
- Erkältungen – entzündungshemmend und zusammenziehend
- Schlaf und Stress – der Tee wirkt stresslindernd und schlaffördernd
Ich trinke selbst seit einiger Zeit einen Frauenmantel-Tee-Mix aus Frauenmantel, Schafgarbenkraut, Hirtentäschel und Brennnessel. Und ja – es hilft.
5. Frauenmantel als Tee – so bereitest du ihn zu
Am häufigsten wird das Frauenmantelkraut als Tee genossen:
- Getrocknet: 5–10 g getrocknete Blätter mit kochendem Wasser aufgießen, 10–15 Minuten ziehen, abseihen
- Frisch: 1–2 g feingeschnittene frische Blätter mit 150–200 ml kochendem Wasser übergießen, 10–15 Minuten ziehen, abseihen
Täglich 2–3 Tassen, besonders in der zweiten Zyklushälfte. Ähnlich wie beim Melissentee empfehle ich nach 4–6 Wochen eine Pause einzulegen.
6. Die Mystik – Tautropfen und Alchemie
Das Besondere am Frauenmantelblatt: Durch ein Phänomen namens Guttation bilden sich Wassertropfen an den Blattzacken, die sich im Inneren des Blattes sammeln. Diese Tropfen stammen nicht nur vom Tau, sondern auch aus Bestandteilen der Pflanze selbst.
Schon vor Jahrhunderten wurden diese Tropfen gesammelt und als Schönheitselixier verwendet. Die Alchemisten versuchten mit ihrer Hilfe Gold herzustellen – und genau das spiegelt der lateinische Name wider: Alchemilla von Alchemie. Ob das je funktioniert hat? Wer weiß. Aber die Geschichte ist faszinierend.
7. Schmuck aus Frauenmantelblättern
Die Form des Frauenmantelblattes und sein markanter gezackter Blattrand faszinieren mich immer wieder aufs Neue. In meinem Garten wächst er in großen Mengen – und auf Spaziergängen suche ich immer nach besonders schönen Exemplaren in unterschiedlichen Größen.
Bei mir entstehen aus echten Frauenmantelblättern Anhänger in Silber, Gold und Bronze, Ohrstecker, Ohrhänger und Armbänder – jedes Stück ein Unikat. Das Blatt das ich zum ersten Mal als Hochzeitsschmuck verarbeitet habe, hat mich seitdem nicht mehr losgelassen.
Häufige Fragen zum Frauenmantel
Wofür ist Frauenmantel gut?
Frauenmantel ist das klassische Frauenheilkraut. Er hilft bei Menstruationsbeschwerden, Zyklusunregelmäßigkeiten, Hormonstörungen und in den Wechseljahren. Durch seine Gerbstoffe wirkt er auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungen. Als Tee ist er sehr mild und gut verträglich.
Wie wirkt Frauenmanteltee?
Frauenmanteltee wirkt krampflösend, zusammenziehend, entzündungshemmend und ausgleichend auf den Hormonhaushalt. Er enthält Gerbstoffe und einen Pflanzenstoff, der dem Hormon Progesteron ähnelt. Täglich 2–3 Tassen besonders in der zweiten Zyklushälfte getrunken entfaltet er seine beste Wirkung.
Wann sollte man Frauenmantel nicht trinken?
In der Schwangerschaft sollte Frauenmantel nicht ohne ärztlichen Rat eingenommen werden. Auch in der Stillzeit besser einen Arzt befragen. Bei Daueranwendung nach 4–6 Wochen eine Pause einlegen. Bei Unsicherheiten immer eine Fachperson konsultieren.
Was sind die Besonderheiten des Frauenmantelblatts?
Das Frauenmantelblatt bildet durch Guttation Wassertropfen die sich im Blattinneren sammeln – ein einzigartiges Phänomen. Diese Tropfen galten historisch als Schönheitselixier und Grundlage für alchemistische Experimente. Der Name Alchemilla kommt von Alchemie. Das Blatt ist fein behaart, sehr weich und hat einen charakteristisch gezackten Rand.
Welche Frauenkräuter passen zum Frauenmantel?
Klassische Ergänzungen sind: Schafgarbe (unterstützt Menstruationszyklus), Hirtentäschel (reguliert Blutungen), Brennnessel (kräftigend), Salbei (Hormonausgleich besonders in Wechseljahren) und Melisse (beruhigend). Mehr über die 7 wichtigsten Frauenkräuter →
Noch mehr über Naturkräuter und ihre Bedeutung: Wildkräuter & ihre Bedeutung und Melissentee.
Über die Autorin
Ich bin Gudrun Stolz, Schmuckkünstlerin aus Wien. Der Frauenmantel hat mich durch eine Kundin gefunden – und seither lässt er mich nicht los. Seine Form, seine Geschichte, seine Kraft. Ein Blatt das Frauen seit Jahrhunderten begleitet.










