"modern witch" Stephanie von Atempause und ihr Zugang zur Natur

 

Dieses Gespräch mit Stephanie von Atempause ist Teil einer Interviewreihe mit Frauen, die sich so wie ich besonders mit der Natur verbunden fühlen. Ich werde mit unterschiedlichen Frauen sprechen und mehr über sie und ihren Zugang zur Natur erfahren.

Genau diese Geschichten gebe ich dir dann hier weiter, damit auch du die unterschiedlichsten Einblicke und Zugänge zur Natur entdeckst.

 Stephanie von Atempause erzählt über ihren Zugang zur Natur

In den Zwischenräumen des Atems liegen die Pausen des Alltags - Stephanie Mika-Wikenhauser

Erzähl uns etwas über dich:

Ich bin Stephanie und komme aus Süddeutschland in der Nähe vom Bodensee. Ich bezeichne mich gerne als „modern witch“, denn bei mir geht es nicht nur um Kräuter, sondern auch um Heilsteine und Blütenessenzen. Kräuter sind aber ein sehr grosses Thema bei mir und ich bin auch gerade in einer Ausbildung zur Heilpraktikerin. Ich arbeite selbstständig und nebenher noch an zwei Nachmittagen in einer Apotheke. Das ist mein „gelernter“ Beruf, doch schon in der Ausbildungszeit habe ich gemerkt, dass es mich nicht zu den chemischen Medizinpräparaten hinzieht, sondern mehr zu den naturheilkundlichen Produkten und zur Homöopathie. Ich habe dann auch einige Jahre in einer naturheilkundlichen Drogerie in der Schweiz gearbeitet und wo ich sehr viel gelernt und Erfahrungen hab sammeln können. Heute in meiner selbstständigen Arbeit gebe ich Reiki, biete energetische Massagen, sowie Bachblüten- und Heilsteinberatungen an. Online leite ich Frauenkreise und Online-Workshops, was mir sehr viel Freude bereitet.

 

Stephanie von Atempause erzählt über ihren Zugang zur Natur 

Woher kommt deine Liebe zur Natur?

 

Ich war schon immer ein Naturkind, bin auf dem Land aufgewachsen und lebe weiterhin hier. Als Kind waren wir so gut wie immer draussen unterwegs. Die Liebe zu den Kräutern habe ich von meiner Oma, mit der ich viel in den Kräutern war. Sie sammelte Brennnesseln, Wermut, Ringelblume und vieles mehr und machte daraus ihre eigenen Tees. Sie hatte auch ihre eigene Kräuterapotheke und das hat auch immer gut geholfen. Im Teenie Alter geriet das bei mir dann ein wenig in Vergessenheit und erst als ich angefangen habe in der Apotheke zu arbeiten, kam das Bewusstsein für die Kräuter und die Natur wieder mehr zum Vorschein.

Spannend war es auch herauszufinden, wo diese Kräuter, die ich bloß in der getrockneten Form kannte, in frisch aussehen und vor allem auch, wo sie wachsen. Ich habe dann eine Kräuterausbildung gemacht und gerade auch da bemerkt, dass das so richtig meins ist.

Es war auch wunderschön zu beobachten, wie sich die Natur vom Anfang des Jahres bis zum Ende hin entwickelt. Jedes Jahr entdeckt man auch immer wieder neue Blätter und Pflanzen.

 

Stephanie von Atempause erzählt über ihren Zugang zur Natur 

Hast du eine Lieblingspflanze? Bzw. Wenn du dir aussuchen könntest eine Pflanze zu sein - welche wäre das?

 

Ich hab das Gefühl, dass die Wildrose gut zu mir passt. Sie ist nicht gleich als Rose erkennbar. Als Blütenessenz wird sie gerne für Leute verwendet, bei denen die Lebensfreude etwas fehlt. Die ihr Ziel aus den Augen verloren haben und nicht so recht wissen, wo sie hin sollen. Ich denke das ganz gut vermitteln zu können und zu helfen, wieder die Schönheit des Lebens zu entdecken. Einige Klientinnen sagen auch ganz offen, dass sie froh sind, zu mir gekommen zu sein, denn ich hätte ihnen geholfen, die Liebe zu den kleinen Dinge wieder zu entdecken und ihre Lebensfreude zurück zu gewinnen.

 

 Stephanie von Atempause erzählt über ihren Zugang zur Natur

Hast du einen Lieblingsplatz in der Natur?

 

Ich habe ein paar Lieblingsplätze in der Natur. Einer meiner Lieblingsplätze ist ein Hügel in der Umgebung, auf diesem haben wir auch unsere Hochzeit bzw. den Sektempfang gefeiert. Das ist ein schöner Platz oben auf dem Berg mit Feuerstelle. Wenn das Wetter passt, sieht man sogar die Alpen.

 

Es gibt einen tollen Baum, der mich stützt. Doch den einen Lieblingsplatz gibt es nicht - sondern vier bis fünf Plätze, an denen ich immer wieder Kraft und neue Energie tanken kann.

 

Stephanie von Atempause erzählt über ihren Zugang zur Natur 

Ist dir das Thema NACHHALTIGKEIT wichtig? Wenn ja - wo lebst du das?

 

Es ist auf jeden Fall ein Thema, auch wenn es manchmal etwas schwierig ist umzusetzen. Ich versuche Plastik einzusparen. Ich mache meine Kosmetik selbst und misch auch meine Gesichtscreme selbst. Ich benutze kein herkömmliches Shampoo mehr, sondern verwende festes Shampoo - stelle auch Seife selbst her und auch mein Deo.

Wenn man sich in einem Bereich mal zurecht gefunden hat und da sich ausprobiert hat, kann man sich auch einen weiteren Bereich vornehmen. Ich versuche auch bei Bekleidung auf die natürlichen Materialien zu schauen. Da achte ich darauf Baumwolle oder Bambus Klamotten zu kaufen.

Wichtig ist, dass man einmal wo anfängt und dort sein bestes gibt. Auch beim Einkauf nehme ich einen eigenen Behälter mit und achte darauf keine Plastiktüten zu verwenden.

 

Stephanie von Atempause erzählt über ihren Zugang zur Natur 

Welche 3 Adjektive beschreiben dich am besten?

 

Naturverliebt

Bisschen verrückt

Lebensfroh

 

 

Welcher Bereich deiner Berufung ist dein Herzensthema?

 

Eines meiner Herzensprojekte wird jetzt im August umgesetzt. Mit einer Freundin habe ich ein Kräuterwochenende geplant.

 

Mir ist wichtig bei allem, was ich mache, egal ob energetisch oder körperlich, egal ob online oder offline, die Frauen wieder zu ihrer Intuition zurückführen. Man muss nicht immer genaue Regeln befolgen, sondern darf auch auf sein Bauchgefühl hören und einmal in sich reinhören, was passt zu mir oder warum ist mir auch diese oder jene Pflanze ins Auge gestochen. Die Frauen sollen wieder mehr Gespür dafür entwickeln und sich ihre eigene „Medizin“ oder Pflege herstellen. Wir selber sollten unseren Körper wieder besser kennenlernen und wieder mehr auf unsere eigenen Instinkte und Wahrnehmungen vertrauen. Die Verbindung mit dem Körper wieder mehr aufnehmen und auch die Seele wieder besser „spüren“ - das ist mir wichtig zu vermitteln.

 

 Stephanie von Atempause erzählt über ihren Zugang zur Natur

Was ist dein Tipp für eine „Atempause“ zwischendurch?

 

Wenn du aus meiner Gegend bist, dann lade ich dich gerne auf einen Besuch bei mir ein! Die Idee zur „Atempause“ hatte ich schon vor Jahren. „Die Zwischenräume des Atems sind die Pausen des Alltags“. Stell dich einfach mal gezielt hin und atme bewusst in den Bauch ein. Tief bis nach unten, das entspannt das vegetative Nervensystem und beruhigt die Gedanken und Nerven. Wenn du aufgeregt bist oder eine angespannte Situation erlebst, dann kann man mit einer tiefen Bauchatmung sich da gut entspannen. Auch gut, wenn du hinausgehst oder dich zumindest ans Fenster stellst und bewusst atmest.

Eine Atempause ist auch die Möglichkeit sich einmal eine Massage zu gönnen oder eine Beratung.

 

 

Du hast ein paar Begriffe auf deinem Instagram Profil stehen, mit denen du dich beschreibst, erzähl uns doch bitte, wofür diese Begriffe für dich stehen:

1. Kräuterhexe

Der Begriff Hexe kommt von den Frauen, die sich mit Kräutern beschäftigt haben. Das Wort Hexe kommt von dem Begriff Hagezussen - die Hage waren die Sträucher, die rund um die Stadtmauern gewachsen sind. Die Hexen haben sich hinter diese Hecken getraut und haben dort ihre Kräuter gesammelt und so ihre Medizin hergestellt. Für mich ist das ein sehr positiver Begriff.

 

2. Frauenheilkunde

Durch die Beschäftigung mit mir und meinem Körper und meinem Zyklus hat mich das Thema immer schon sehr fasziniert. Ich mache demnächst eine Ausbildung zur therapeutischen Frauenmassage, welche ich selbst sehr zu schätzen gelernt habe. Sich mit dem eigenen Körper zu beschäftigen und diesen wieder besser kennenzulernen ist mir ein sehr großes Anliegen, das ich an alle Frauen gern weitergeben mag.

 

3. Mondliebhaberin

Angefangen hat es mit den Mondtagen, an denen ich zum Friseur gegangen bin. Danach habe ich mich den Vollmond und den Neumond Energien gewidmet und mittlerweile beschäftige ich mich allgemein sehr viel mit dem Mond und seinen Auswirkungen auf Körper und Seele. Gerade auf uns Frauen hat der Mond einen grossen Einfluss.

 

4. Heilsteine

Die sind auch ein Lieblingsgebiet von mir. In der Schweiz in der naturheilkundlichen Apotheke bin ich zu diesen gekommen, da wir sie dort auch verkauft haben. Fing an sie mit mir zu tragen und zu schauen was sie bei mir bewirken und mit mir machen. Es war sehr spannend was da so passiert ist und welche Wirkung die Steine auf unseren Körper haben. Ich habe als Experiment mit einem Mondstein während meines Zyklus diesen auf meinen Bauch gelegt und dadurch die Schmerzen entfernt. Das war für mich eine sehr grosse Erfahrung und seitdem faszinieren sie mich auch sehr. Das ist auch ein sehr großer Teil meiner Arbeit.

Es hilft auch jeder Stein für unterschiedliche Themen, doch auch da ist es ein guter Tipp sich einfach mal durch seine Intuition leiten zu lassen und einfach einmal zu dem Stein zu greifen, der einem am meisten anspricht.

 

Herzlichen Dank liebe Stephanie für dieses schöne Interview und dass du mir die Möglichkeit gegeben hast bei dir "vorbeizukommen" und dieses Gespräch über die Natur und deinen Zugang dazuzuführen.

Wenn du mehr wissen möchtest über Stephanie und was sie sonst noch so macht, dann schau doch auf ihrer Homepage oder auch auf ihrem Instagram Profil vorbei. 

 

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Tina die Kräutermacherei
Karin von Naturspirit